Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die Termine für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals 2026/27 festgelegt, der Wettbewerb startet damit Ende August 2026 bundesweit mit 32 Begegnungen.
Wie in den Vorjahren treffen in der Auftaktrunde 64 Mannschaften aufeinander, darunter die Klubs der Bundesliga und der 2. Bundesliga sowie zahlreiche Amateur- und Regionalvereine, die sich über ihre Landesverbände oder die Vorsaison qualifiziert haben.
Für die kleineren Klubs ist die erste Runde traditionell der finanziell und sportlich bedeutendste Moment der Saison – entsprechend groß ist die Hoffnung auf ein prominentes Los und das Heimrecht gegen einen Favoriten.

Wie ist die erste Hauptrunde organisiert?

Der DFB-Pokal wird über alle Runden im K.-o.-Modus ausgetragen: Jede Partie kennt nur einen Sieger, bei Gleichstand nach 90 Minuten folgen Verlängerung und gegebenenfalls Elfmeterschießen.
In der ersten Hauptrunde gilt eine feste Regel zugunsten der unterklassigen Mannschaften: Trifft ein Verein aus einer niedrigeren Spielklasse auf einen höherklassigen Gegner, erhält der Underdog automatisch das Heimrecht.
Für Amateurklubs bedeutet das nicht nur die Aussicht auf ein ausverkauftes eigenes Stadion, sondern auch planbare Einnahmen aus Ticketverkauf und Fernsehgeldern.

Die Auslosung der Paarungen erfolgt traditionell vor Saisonbeginn und wird in zwei Lostöpfe unterteilt, um die Amateur- und Profivereine zunächst getrennt zu behandeln.
Über die konkreten Begegnungen entscheidet allein das Los; sportliche Setzlisten oder eine geografische Steuerung gibt es in dieser Phase nicht.
Ein Ergebnis der Auslosung stand zum Zeitpunkt der Terminierung noch nicht fest.

Warum die Auftaktrunde für Amateurklubs zählt

Für Vereine aus der Regionalliga oder den Oberligen ist ein Heimspiel gegen einen Bundesligisten ein wirtschaftlicher Ausnahmefall.
Die zentral vermarkteten Erlöse des Wettbewerbs sichern vielen Klubs einen erheblichen Teil ihres Jahresetats, hinzu kommen Zuschauereinnahmen, die in einem regulären Ligaspiel selten zu erzielen wären.
Branchenbeobachter verweisen regelmäßig darauf, dass eine einzige Pokalrunde die Finanzplanung eines Amateurvereins über Monate stabilisieren kann.

Neben dem Geld spielt die öffentliche Aufmerksamkeit eine Rolle.
Übertragungen im frei empfangbaren Fernsehen und bei den Rechteinhabern rücken kleinere Standorte für einen Abend in den Mittelpunkt.
Sportlich bleibt die Hoffnung auf eine Überraschung: Pokalsensationen, bei denen ein unterklassiger Klub einen Favoriten ausschaltet, gehören zur Erzählung des Wettbewerbs und prägen sein Profil seit Jahrzehnten.

Wie geht es nach dem Auftakt weiter?

Die Sieger der ersten Hauptrunde ziehen in die zweite Runde ein, die im weiteren Verlauf der Saison ausgespielt wird.
Der Wettbewerb führt über Achtel-, Viertel- und Halbfinale bis zum Endspiel, das traditionell im Berliner Olympiastadion ausgetragen wird.
Der Pokalsieger qualifiziert sich zudem für den europäischen Wettbewerb der UEFA, was den Reiz des Turniers auch für etablierte Klubs erhöht.

Für die kommenden Wochen richtet sich der Blick zunächst auf die Auslosung und die anschließende Ansetzung der einzelnen Partien.
Erst dann steht fest, welche Amateurvereine tatsächlich auf ein Topduell im eigenen Stadion hoffen dürfen – und welche Favoriten das von vielen erhoffte Lospech ereilt.