Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Wochenende vor der ersten ausgeprägten Hitzewelle des Sommers gewarnt.
Ein kräftiges Hochdruckgebiet führt von der Wochenmitte an heiße Luft nach Deutschland und lässt die Temperaturen vor allem im Südwesten und am Oberrhein auf Höchstwerte von bis zu 37 Grad steigen.
Für mehrere Regionen kündigte der Wetterdienst amtliche Hitzewarnungen an; Behörden und Großstädte bereiten Schutzmaßnahmen vor.

Nach Einschätzung der Meteorologen baut sich die Wärme im Wochenverlauf schrittweise auf und erreicht ihren vorläufigen Höhepunkt zum Wochenende.
Betroffen ist zunächst der Südwesten, im weiteren Verlauf greift die Hitze auf weite Teile des Landes über.
Besonders in dicht bebauten Innenstädten und in Ballungsräumen rechnen die Fachleute mit einer hohen thermischen Belastung, da sich Asphalt und Gebäude tagsüber stark aufheizen und die Nächte vielerorts nur wenig Abkühlung bringen.

Was bedeutet die amtliche Hitzewarnung?

Die Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes richten sich an Bevölkerung, Pflegeeinrichtungen und Kommunen.
Sie werden ausgegeben, wenn die sogenannte gefühlte Temperatur einen kritischen Schwellenwert überschreitet und eine starke Wärmebelastung für den menschlichen Organismus zu erwarten ist.
Der DWD unterscheidet dabei zwischen einer starken und einer extremen Wärmebelastung.
Die Warnungen sollen es Verantwortlichen ermöglichen, frühzeitig Vorkehrungen zu treffen – etwa in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie in Schulen und Kindertagesstätten.

Gesundheitsbehörden weisen wiederholt darauf hin, dass vor allem ältere Menschen, chronisch Kranke, Schwangere und Kleinkinder gefährdet sind.
Empfohlen werden ausreichendes Trinken, das Meiden der Mittagshitze sowie das Kühlhalten der Wohnräume.
Auch der Hinweis, Kinder und Tiere nicht in geparkten Fahrzeugen zurückzulassen, gehört zu den Standardempfehlungen der Behörden bei hohen Temperaturen.

Wie bereiten sich die Städte vor?

Mehrere Großstädte haben in den vergangenen Jahren Hitzeaktionspläne erarbeitet, die bei anhaltend hohen Temperaturen greifen.
Dazu zählen die Ausweisung kühler öffentlicher Räume, der Hinweis auf Trinkbrunnen und schattige Plätze sowie eine gezielte Information besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen.
Branchenbeobachter verweisen darauf, dass Hitzeschutz in den Kommunen zunehmend als Daueraufgabe verstanden wird, da Hitzewellen im Zuge des Klimawandels häufiger und länger auftreten.

Neben gesundheitlichen Aspekten rücken auch praktische Folgen in den Blick: Rettungsdienste stellen sich auf ein höheres Einsatzaufkommen ein, die Waldbrandgefahr steigt in Teilen des Landes, und in der Landwirtschaft kann anhaltende Trockenheit die Bestände belasten.
Der Wetterdienst kündigte an, die Entwicklung fortlaufend zu beobachten und seine Warnungen bei Bedarf zu aktualisieren.

Ob sich die Hitze über das Wochenende hinaus hält oder durch Gewitter und kühlere Luft beendet wird, ist nach Angaben der Meteorologen derzeit noch offen.
Marktteilnehmer und Behörden raten, sich an den jeweils aktuellen amtlichen Warnungen zu orientieren.